Blog

Erotic Magazines Part I

»We still feature sexy images, but it's more art than eroticism now.« Ein aufblitzendes Zitat aus einem Video, in dem Frauenhände mit rot lackierten Fingernägeln die Seiten eines Magazins durchblättern. Mike Koedinger, CEO von Maison Moderne, unterscheidet: Zwischen »old porn«, der sich heute überwiegend im digitalen Raum finden lässt, und zwischen Erotik, die gedruckt wird. Damit wird Erotik zum Ereignis und haptischen Erlebnis zum Anfassen, zum Besitzen, zum Nicht-Verstecken.

Harri Peccinotti – Depth of Field

Wer den Namen Harry Peccinotti hört, denkt an Sinnlichkeit und Erotik, hat den Pirelli Calender im Sinn, den Rolling Stone der 50er, die britische Ausgabe der Vanity Fair, das Magazin Nova. Mit seiner Bildsprache zählt Peccinotti zu den Größen der Fotografie, die die Kunst- und Modefotografie im 20. Jahrhundert maßgeblich prägten. Dabei begann der Designer eigentlich seine Karriere in eher unfotografischer Umgebung: Mit Coverentwürfen für ein Jazzlabel, Adverting, Grafiken und Typografie.

Pekka Toivonen – What the FAT

»Hello Munich!« brüllt Pekka Toivonen seinem sprachlosen Publikum zu. Es ist perplex, verstummt nach einem Video, das mit allen Versatzstücken aus Porno- und Sex-Industrie spielt. Zwischen Latex-Fetisch, flottem Dreier, übergroßem Plastikpenis und Salatgurken kreiert Toivonen eine absurde Welt aus jungen Menschen, die mit gelangweilter Miene Sexualität mimen. Eine traurige Welt aus Klischees und Pornogesten, die jeglicher Erotik verlustig geht – und sich zugleich gnadenlos lustig macht. Das ist Kunst, das muss man schon mögen.

Klaus Neuburg | Sebastian Pranz – Moving Tbilisi

Live dabei, mit einem Film, irgendwo im Kaukasus: Klaus Neuburg und Sebastian Pranz folgten dem Ruf des Goethe-Instituts – nach Tiflis. Zehn Kilometer vor der tschetschenischen Grenze fahren die Menschen Lada Niva oder reiten direkt Pferde. In einer Taverne sitzen die beiden Designer, zählen die Minuten bis zu ihrer Abreise nach Georgien: Am folgenden Tag wird die Release-Party sein. Wenn die Druckerei wie versprochen liefert. »Bis ich nach Georgien gekommen bin, war ich Vegetarier.« erzählt Klaus Neuburg.

Lena-F. Naerger, Mirjam Sieger und Linda Moers – EINS EINS EINS

»Perfekt, bei der #qved dem Düsseldorfer Karneval fast völlig zu entgehen!« Lachen im Publikum, als Mirjam Sieger in die Vorstellung der Plattform »EINS EINS EINS« startet. Eine Plattform, die Verknüpfungen herstellen, Übersicht schaffen und Zusammenhänge zwischen Magazinen und ihren Machern aufzeigen möchte. Nicht zwingend mit dem Ziel, aktuell zu sein – Auswahl und Chronologie der ausgewählten Projekte folgt dabei meistens den individuellen und variablen Interessenschwerpunkten der Macherinnen von »EINS EINS EINS«.

Patrick Waterhouse: Colors

Ein »Wandler zwischen den Welten« des Grafikdesigns ist Patrick Waterhouse, dessen Zeichnungen, Drucke, Fotografien und Kunstbücher – wie die kürzlich gemeinsam mit Fabrica veröffentlichte Ausgabe von Dantes »Inferno« - von seiner großen Bandbreite zeugen. Als Chefredakteur von COLORS, einem monothematischen Magazin mit sechs zweisprachigen Ausgaben, schlägt er neue inhaltliche Wege ein: Verbindende Erzählstrukturen in Serie, veröffentlicht als COLORS Survival Guides.

Vom Wunderkind zum Großmeister des Designs: Mike Meiré

»Die wirklich interessanten Ansätze kommen genau dann, wenn der Einzelne bereit ist, seinen evolutionären Plan anzunehmen.« Seine Einstiegsthese kommentiert Mike Meiré im gleichen Atemzug so staubtrocken wie prägnant: »Ich weiß, das klingt jetzt erstmal Kacke ...«. Dabei ist seine Erklärung eigentlich recht simpel, denn am wichtigsten sind dem Designer, einst als Wunderkind des Designs gehypt und heute internationale Branchengröße, vor allem eher unmoderne Werte: Haltung. Subjektivität. Persönlichkeit. »Die Dinge polarisieren, weil sie so subjektiv sind. Das müssen sie.

Session I – Illustration und Einführung

»Illustratoren in einer Schuhschachtel mit draufkopierten Handynummern«, so beschreibt Raban Ruddigkeit die unkonventionellen Anfänge von »Freistil«, einer Website, die rund 1000 Illustratoren vorstellt – mittlerweile alphabetisch sortiert, ergänzt um Geschichten und persönliche Profile der vertretenen Illustratoren, von denen Ruddigkeit fünf zu einem Gespräch versammelt hat:

»That new design smell«

Netzkultur, Soziale Netzwerke und ihre veränderten Rahmenbedingungen haben nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Welt der Magazine und des Editorial Designs in den letzten Jahren in rasanter Geschwindigkeit verändert. Design und Konzeption sind geprägt von diesem Tempo; Schwerpunkt der gestalterischen Arbeit von Michèle Champagne, Designerin und Autorin aus Kanada, ist die Eigendynamik verschiedener Open Source Projekte.

Sport, Klopapier und Miete überweisen

»Eigentlich wollte ich ja Fotograf werden. Und weil es hieß, dass Fotografieren keine Zukunft hat, bin ich Grafiker geworden.« sagt Dominik Schatz über seinen Werdegang. Dennoch ist er bei seinem Studium in Linz der Kombination aus Fotografie und Grafikdesign treu geblieben.

Seiten

Subscribe to RSS-Feeds