Blog

»Die neue Lust am Analogen«

In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Drucker findet sich eine gelungene Berichterstattung über die #qved mit dem Titel »Die neue Lust am Analogen«.
Das Konferenz-Team bedankt sich herzlich bei Autorin Sylvia Werfel.
Wer die aktuelle Ausgabe des Deutschen Drucker nicht zur Hand hat, kann sich den Artikel auch online ansehen, zum Download bitte hier klicken.

Nach der #qved ist vor der #qved

»Haben Sie jetzt gerade gesehen, was Sie alles noch nicht gesehen haben?« fragt Boris Kochan in die Runde. Eine überaus treffende Abschlussfrage für die 3. QVED-Konferenz 2014, die nach zwei erfolgreichen Vorläufern innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war und mit rund 650 Teilnehmern zu den erfolgreichsten Veranstaltungen der Munich Creative Business Week MCBW gehört. Ein wenig ist das auch schon Zukunftsmusik und Ausblick:  auf die nächste Konferenz »Quo Vadis, Editorial Design?« die vom 26. - 28.2.2015 in München stattfinden wird.

Jeremy Leslie – This Golden Age

Vor acht Jahren hat Jeremy Leslie sein Blog »MagCulture« gegründet – zu einer Zeit, als es noch keine Experimente und Plattformen dieser Art, geschweige denn über Editorial Design gab. Der Gestalter lebt Magazinkultur, nicht nur eingegrenzt auf Print, sondern auch erweitert auf digitale Magazine. Diese grundsätzliche Haltung ist sein Mission Statement und wie das überaus erfolgreiche Blog mit angegliedertem Shop gleichzeitig Kontrastprogramm und »Oppositionspropaganda« (Zitat Leslie) zur Aussage »Print ist tot«.

Gema Navarro | Santos Henarejos – Base to Base

»Wir sind Designer, wir reden über Struktur und Prozess«, so stellen Gema Navarro und Santos Henarejos eins ihrer Magazine vor. »The Eight« erscheint zweimal pro Jahr und bietet 8 Fotografen in Print-Ausgabe und Screen-Version die Möglichkeit, sich auf jeweils 20 Seiten vorzustellen. Das Designer-Team wollte mit dieser Publikation die Grenzen zwischen Fotobuch und Bild sprengen und erreichen, dass Schrift und Bild gleichberechtigt nebeneinander stehen können.

Jean François Porchez - Typefaces as voice of branding and publications

Als Gründer von Typofonderie und Typedirektor bei ZeCraft entwirft Porchez maßgeschneiderte Schrift- und Logotypen, für LeMonde, für zahlreiche Kunden aus Bereich Print und Werbung. »Denken ist nicht greifbare Abstraktion«, sagt Porchez. Seine Schrifttypen sind die Übersetzung in Information, Kommunikation und Emotionen. »Das Schreiben war die effizienteste Art und Weise, Menschen und Informationen lebendig zu halten. Schriften sind dabei eine komplizierte Antwort auf ein einfaches Problem: Sie müssen in unterschiedlichen Zusammenhängen funktionieren.«

Mike Koedinger – Erotic Magazines II/Talk

Erotik ist Kopfsache, erotische Komplikationen sind Fantasien in Print, stimulieren alle Sinne: Ist nicht-visuelles erotisches Material eine Inspiration? Mike Koedingers Frage in die Runde der Macher erotischer Magazine bringt verblüffende Antworten hervor: Frank Rocholl setzt auf Nähe statt verkopfter Texte, auf Interviews mit Menschen, die »einfach näher dran sind«. Spannend auch, mit Dingen zu arbeiten, die nicht sichtbar sind, vorwiegend im Kopf stattfinden.

Josie Majetić – Handjob

Eingewickelt in Plastik, erscheint das Selfmade Magazine »Handjob«. Eher ein Kunstobjekt, widmet sich die Zeitschrift dem Thema Masturbation. Vor ungefähr drei Jahren hatte Josie Majetić die Idee eines eigenen Magazins – als experimentellen Raum und Ausgleich zu ihrer sonstigen Auftragsarbeit als Grafikdesignerin. Wie beschreibt man ein heikles Thema, über das man eigentlich gar nicht spricht? Ausgangsfrage für die Weiterentwicklung einer Idee, ein intimes Thema zu visualisieren und erfahrbar zu machen.

Frank Rocholl – Mirage magazine

Mirage ist ein Joint Venture Projekt von Editor Frank Rocholl und dem südafrikanischen Modefotografen Henrik Purienne, das sich mit insgesamt 400 Seiten irgendwo zwischen Mode- und Erotikmagazin positioniert. Auf den Hauptmärkten in den USA, in Asien und Frankreich ist das Magazin ein Renner; mehr Objekt als Publikation, ist Mirage geprägt von opulenten Bildinszenierungen und einer individuellen, eigenwilligen Ästhetik, die Frank Rocholl als »stimulierte Erfahrung« beschreibt.

Edvard Vince – TALC magazine

Am Anfang der Entwicklung von »Talc«, einem Designmagazin für Erwachsene der modernen Zeit, stand das Internet. Gemeinsam mit Fauzia Musa, Autorin und Strategieentwicklerin, startete Designer Edvard Vince eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Die beiden Gestalter wollen unabhängig sein von klassischen Verlagen, wollen ihre Vorstellungen eines Magazins selbstbestimmt und ohne die Zwänge traditioneller Strukturen im Publishing umsetzen.

Frederik Frede – Freunde von Freunden

2009 als Online-Magazin gestartet, positioniert sich »Freunde von Freunden« als internationales Magazin: Der Titel ist dabei Programm, Frederik Frede und sein Team begannen mit Geschichten über ihre Freunde. Fokussiert auf Kreative, deren Sichtweisen und Lebenshaltungen sie in Interviews erzählen wollten. Mittlerweile sind aus dem Online-Magazin weitere Ableger entstanden: in über 50 Städten ist ein Netz aus freien Mitarbeitern entstanden, das Geschichten für Website, App und Printausgabe des Magazins liefert.

Seiten

Subscribe to RSS-Feeds